Dank eines frühzeitigen und strengen Lockdowns hat es Griechenland geschafft, relativ gut durch die Pandemie zu kommen. Offiziell gab es nur circa 2800 Infektion im ganzen Land, knapp die Hälfte ist wieder genesen. Die Zahl der Neuinfektion lag zuletzt unter fünf pro Tag – alles in allem also eine erstaunlich gute Bilanz.

Deshalb will sich Griechenland auch wieder schrittweise dem Tourismus öffnen. Während die Einheimischen im Land bereits wieder zu den Inseln reisen dürfen und die Restaurants wieder öffnen, will Griechenland ab 1. Juli die Grenzen für eine Reihe von Ländern mit ähnlich positiven Corona-Verläufen öffnen. Nach Aussagen des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis soll auch Deutschland mit dabei sein.

WAS GRIECHENLAND-URLAUB WISSEN MÜSSEN:
  • Ab 15. Juni gibt es wieder Flüge aus dem Ausland nach Athen.
  • Ab dem 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden.
  • Derzeit sind noch keine Einreisen zu touristischen Zwecken erlaubt. Wer aus anderen Gründen einreist, muss sich testen lassen und sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.
  • Im öffentlichen Raum müssen Sicherheits- und Abstandsregeln eingehalten werden – Maskenpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern.
  • Die Strände im Land sind bereits geöffnet, auch hier gelten Abstandsregeln: auf 1.000 Quadratmeter dürfen sich nicht mehr als 40 Menschen aufhalten. Die Sonnenschirme müssen vier Meter voneinander entfernt sein – pro Schirm sind nur zwei Liegen erlaubt.
  • Am Strand dürfen keine unverpackte Speisen und kein Alkohol verkauft werden – sonst drohen Schließungen und hohe Geldstrafen.
  • Griechenland-Touristen sollen künftig eine App nutzen, die nützliche Informationen und Anweisungen bezüglich Corona gibt, sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis der Bild. Es soll außerdem gewährleistet werden, dass es auf den Inseln genügend Testmöglichkeiten gibt. In Notfällen sollen an Corona Erkrankte in den großen Krankenhäusern Athens behandelt werden.

  • Die genauen Sicherheitskonzepte der Hotels werden derzeit noch ausgearbeitet. Aktivitäten in Innenräumen sollen eingeschränkt werden. Es sei auch geplant, dass Hotels Hygienebeauftragte beschäftigen und mit Ärzten kooperieren.

Ende Mai will der griechische Krisenstab jedenfalls die Liste der Länder bekanntgeben, die ohne eine zweiwöchige Quarantäne ins Land reisen dürfen. Corona-Tests für einreisende Touristen soll es nur sporadisch geben. Dennoch gelten natürlich auch hier Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutze von Touristen und Einheimischen, um die Ausbreitung des Virus im Land zu verhindern.

Doch das sollte der Urlaubsfreude keinen Abbruch tun – wir stellen fünf traumhaft schöne Inselparadiese in Griechenland vor, die Sie noch nicht kannten.

Amorgos: Hollywood in der südlichen Ägäis

Weißgetünchte Häuser mit blauen Dächern, kleine Fischerdörfer und unberührte Natur – die Kykladen-Insel Amorgos in der südlichen Ägäis gehört zu den Bilderbuchinseln Griechenlands. Ein Grund, warum Regisseur Luc Besson dort auch seinen Actionfilm „Im Rausch der Tiefe“ drehte.

Neben traumhaften Felsbuchten und Sandstränden wartet die Insel aber auch mit einem beeindruckenden historischen Juwel auf: An einem Steilhang unterhalb des Profitis-Ilias-Gipfels und circa 300 Meter über dem Meer klebt das tausendjährige Kloster Panagia Hozoviotissa am Fels, zu dem eine steile Steintreppe hinauf führt. Schon allein für diesen fantastischen Ausblick lohnt sich der schweißtreibende Aufstieg.

Mehr Info unter www.discovergreece.com/amorgos
Astypalea: Paradies für Kletterer, Schnorchler und Nichtraucher
Nur knapp 100 Quadratkilometer groß ist diese Insel der Südlichen Sporaden in der Ägais, die noch ein echter Geheimtipp ist. Zu ihrem Verwaltungsgebiet gehören noch 45 weitere unbewohnte Inselchen, die sie umgeben. Auf den ersten Blick wirkt Astypalea mit ihren Bergen recht karg – doch es gibt viele grüne Täler, Klöster, Kirchen und goldgelbe Sandstrände, die diesem Island seinen besonderen Charme verleihen.

Um die Umwelt zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Badestellen schön und sauber bleiben, hat die lokale Behörde ein Rauchverbot an allen Stränden verhängt. Ideal für Familien sind die flach abfallenden Lagunen mit Sandboden, in denen man mit den Kids wunderbar schnorcheln kann. Auch Kletterer kommen auf der Insel auf ihre Kosten: Etwa 20 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchziehen die Reliefs der weißen Kalksteinfelsen

Mehr Info unter www.discovergreece.com/astypalea
Sifnos: Kunsthandwerk, Klippenspringer und weiße Dünen
Ungefähr 130 Kilometer südöstlich von Athen liegt die Kykladen-Insel Sifnos. Bekannt ist sie nicht nur für ihre landschaftliche Schönheit, sondern auch für ihr kulturelles Erbe: Bereits in der Antike schufen Künstler Geschmeide aus Gold und Silber, die aus den eigenen Minen der Insel stammten. Diese werden zwar heute nicht mehr betrieben, dafür bieten aber zahlreiche Töpfereien auf der Insel. Gerade in den engen Gassen der Ortschaften Vathi und Kamares gibt es zahlreiche traditionelle Werkstätten, die schöne Ware anbieten.

Zu den Highlight der Insel zählen aber die langen weißen Sandstrände rund um die beiden Künstlermetropolen sowie die felsigen Küstenabschnitte von Pnagia Chryssopigi: Dort spielen sich immer besonders waghalsige Szenen ab, bei denen sich Klippenspringer mit akrobatischen Kunststücken in die Fluten stürzen. Ein besonders schöner Spot zum Abschalten: der etwas abgelegene Strand Fykiada mit seinen weißen Dünen.

Mehr Info unter www.discovergreece.com/sifnos
Kefalonia: Griechischer Wein und Sonne satt
Eine weitere Geheimtipp-Insel, die nicht viele kennen, ist Kefalonia. Sie liegt im Golf von Patras, westlich des Festlandes und ist die größte Ionische Insel, zu denen auch so berühmte Nachbarn wie Zakynthos und Korfu gehören. Bekannt ist sie für ihren teuren und edlen Wein, der aus der Robola-Traube gewonnen wird. Er besticht mit einem feinsäuerlichen Zitrusaroma.

Doch nicht nur Weinliebhaber lockt die Insel an, sondern auch Urlauber, die ihre felsige Küstenlandschaft mit den vielen in Buchten versteckten Sandstränden lieben – viele davon sind nur zu Fuß über enge Serpentinensträßchen zu erreichen. Einer der schönsten ist beispielsweise Myrtos im Norden der Insel, der am Fuße weißer Kalksteinfelsen liegt. Ein Must-See ist der unterirdische See Melissani, der durch eine Höhle führt und auf einer Bootsfahrt erkundet werden kann. Wenn die Sonne von oben einfällt, fühlt man sich wie in einer Kathedrale.

Mehr Info unter: www.discovergreece.com/kefalonia
Ikaria: Urlaub in der blauen Zone
Knapp 50 Kilometer östlich von Mykonos liegt die 8000-Einwohner-Insel Ikaria. Sie ist rund 40 Kilometer lang, sieben Kilometer breit und gehört mit Samos zu den Südlichen Sporaden. Von den Einheimischen wird sie „Nikaria“ genannt.

Laut Dan Buettner, einem US-Forscher und National-Geographic-Autor, leben die Ikarier in einer der nur fünf blauen Zonen auf der Welt. Als solche bezeichnet er Regionen, in denen die Menschen im Durchschnitt länger und gesünder leben. Urlauber spüren diese positive und ursprüngliche Energie in den bis zu 1000 Meter hohen Bergen, in den Hafenstädten Agios Kirykos und Evdilos, in den kleinen Fischerdörfern und an den Traumstränden.

Zwischen den Dörfern Armenistis und Gialiskari liegen die größten Strände der Insel. Einer davon ist der Strand Messakati mit goldenem Sand und vielen Sportmöglichkeiten. Als schönster Strand gilt der nur per Fußmarsch zu erreichende Seychelles-Beach, der seinem Namen mit großen, rundgeschliffenen Felsen und smaragdgrünem Wasser alle Ehre macht.

Mehr Infos unter: www.discovergreece.com/ikaria
Quelle: www.discovergreece.com

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